Tag-Nacht-Grenze

Die Tag-und Nacht-Grenze bezeichnet die beleuchtete und die unbeleuchtete Seite eines Himmelskörpers, der von einem Stern angestrahlt wird. Der von der Sonne beleuchtete Mond ist von der Erde aus als Vollmond zu erkennen, wenn er voll beleuchtet wird. In der Halbphase (Dichotomie) sehen wir den Mond als Halbmond. Vom Standpunkt der Erde gesehen ist die Tag- und-Nacht-Grenze die von der Sonne beschienene Lichtseite und die abgewandte Schattenseite.

Stellen Sie sich die Erde als kartoffelförmigen Körper vor - sie ist ja nicht ganz rund, an den Polen abgeflacht. Um diese "Kartoffel" verläuft ein kreisrunder Ring, über die Pole verlaufend. Diese Linie verläuft um den 180. Längengrad herum und wird Terminator (lat. Abgrenzer) oder Separator (lat. Trenner) genannt. Der Terminator auf Himmelskörpern mit Atmosphäre wie die Erde ist eine verschwommene Zone, da es Dämmerungen gibt. Die Dämmerung ist der Zeitraum, in dem die Sonne am Morgen noch nicht oder am Abend nicht mehr zu sehen ist. Das sind die Momente, die wir als Sonnenaufgang und Sonnenuntergang erleben.

Die Erdpole werden nicht zu jeder Zeit vom Terminator berührt, da die Erdachse gegen die Ekliptik geneigt, also schief ist. Diese Berührung der Pole ist abhängig von den Jahreszeiten. Zu den Tagundnachtgleichen schneidet die Tag-Nacht-Grenze beide Pole. Das ist zwischen dem 19. und dem 21. März, wenn auf der Nordhalbkugel der Frühling beginnt und auf der Südhalbkugel der Herbst. Beim zweiten Mal ist das am 22. oder 23. September zu erleben, wenn auf der Nordhalbkugel Herbstanfang ist und auf der Südhalbkugel der Frühling anfängt.

Satelliten übermitteln heute wunderbare Bilder mit der Tag-und-Nacht-Grenze der Erde, die Sie jederzeit im Internet ansehen können.