Abenddämmerung – Übergang von Tag zu Nacht
Die Abenddämmerung markiert den allmählichen Übergang vom hellen Tag zur dunklen Nacht. Sie zeigt, wie das Sonnenlicht in den oberen Luftschichten gestreut wird und in verschiedenen Phasen langsam verschwindet.
Was ist die Abenddämmerung?
Unter der Bezeichnung Abenddämmerung versteht man den Zeitraum zwischen Sonnenuntergang und Nacht, wenn das Licht allmählich abnimmt.
Dieser Übergang kann mehrere Stunden dauern. Etwa fünfzehn Prozent der Erdoberfläche befinden sich zu jedem Zeitpunkt in der Dämmerung.
Das schwächer werdende Licht entsteht, weil die Sonne so tief steht, dass ihre Strahlen nur noch die oberen Luftschichten erreichen.
Welche Arten der Dämmerung gibt es?
Die Abenddämmerung wird in drei Phasen unterteilt:
- Bürgerliche Dämmerung: Sie beginnt unmittelbar nach Sonnenuntergang. Es ist noch hell genug, um ohne künstliches Licht zu lesen, und die ersten hellen Sterne (etwa Venus und Jupiter) werden sichtbar.
- Nautische Dämmerung: Die Sonne sinkt weiter unter den Horizont. Weitere Sterne erscheinen, und bei einer Tiefe von etwa 12° unter dem Horizont endet diese Phase.
- Astronomische Dämmerung: Sie reicht bis zu einer Sonnentiefe von 18°. Erst dann ist der Himmel vollständig dunkel, und die Sonne kann die oberen Luftschichten nicht mehr beleuchten.
Über die Standortsuche kannst Du Dir die Dämmerungszeiten für Deinen Standort anzeigen lassen.
Wie lange dauert die Abenddämmerung?
Die Dauer der Dämmerung hängt von der Jahreszeit und dem Breitengrad ab. Im Sommer dauert sie deutlich länger als im Winter,
da die Sonne flacher unter den Horizont sinkt. Im Sommer kann sie etwa doppelt so lang sein wie im Frühling oder Herbst.
In Äquatornähe ist die Dämmerung dagegen sehr kurz, während sie in den Polregionen außergewöhnlich lang sein kann.
Was sind „Weiße Nächte“ und Polartage?
Zwischen Mitte Mai und Mitte August kommt es in nördlichen Breiten zu den sogenannten Weißen Nächten.
Die Sonne sinkt dabei nicht tief genug unter den Horizont, um vollständige Dunkelheit zu erzeugen – die Nächte bleiben hell.
In Ländern wie Norwegen, Schweden, Finnland oder Russland leuchtet in dieser Zeit oft die Mitternachtssonne.
Am Nordpol bleibt die Sonne den ganzen Tag über sichtbar – ein Phänomen, das Polartag genannt wird.
Das Gegenstück ist die Polarnacht am Südpol, wenn die Sonne tagelang nicht aufgeht.
Häufige Fragen (FAQ)
- Wann beginnt die Abenddämmerung?
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Sie beginnt direkt nach dem Sonnenuntergang, sobald die Sonne unter den Horizont gesunken ist.
- Wie lange dauert die Abenddämmerung?
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Die Dauer hängt von Jahreszeit und Breitengrad ab. In Mitteleuropa dauert sie im Sommer bis zu zwei Stunden, im Winter oft nur etwa 30 Minuten.
- Was ist der Unterschied zwischen bürgerlicher, nautischer und astronomischer Dämmerung?
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Sie unterscheiden sich durch die Tiefe der Sonne unter dem Horizont: bis 6° (bürgerlich), bis 12° (nautisch) und bis 18° (astronomisch).
- Warum gibt es in Skandinavien „Weiße Nächte“?
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Dort sinkt die Sonne im Sommer nie weit genug unter den Horizont, um völlige Dunkelheit zu erzeugen. Die Nächte bleiben daher hell.